"Lange Zeit dachten Ökonomen, Arbeit sei reine Last. Heute, in modernen Industriegesellschaften, weiß man: Nicht Arbeit macht unzufrieden, sondern Arbeitslosigkeit. Wenn überhaupt, sind nur noch Gesundheit und Familienfrieden wichtiger, die Erwerbstätigkeit ist als Faktor für Lebenszufriedenheit ganz oben auf. In Deutschland hat das Roman-Herzog-Institut dieses Phänomen untersucht. Fast die Hälfte der Beschäftigten ist demnach "hochzufrieden". Von den Arbeitslosen fühlen sich nur wenige wohl. Experten schätzen: Wollte man arbeitslose Menschen für die dadurch erlittenen Zufriedenheitseinbußen entschädigen, müsste man ihnen fast das Doppelte ihres alten Einkommens zahlen. So schwer wiegt der Verlust an Ansehen und sozialem Kontakt, an Strukturierung des Tages und an Sinnstiftung. Faktoren, denen Beschäftigte oft wenig Bedeutung zumessen. Die aber, neben dem Einkommen, schmerzlich vermisst werden, wenn die Arbeitslosigkeit zuschlägt." Funktionslust http://kurier....