Soll ich mich anstecken?
Emotionen sind ansteckend.
Von positiven Emotionen kann man sich ruhig anstecken lassen.
"Die Ergebnisse lassen vermuten, dass Arbeitsengagement direkt übertragbar, sozusagen ansteckend ist. Emotionale Erschöpfung hingegen überträgt sich nur auf besonders einfühlsame Führungskräfte. „Unsere Daten zeigen, dass emotionales Selbstwirksamkeitserleben das Übertragen negativer Emotionen begünstigen kann. Das mag daran liegen, dass Führungskräfte mit hohem Selbstwirksamkeitserleben den emotionalen Zuständen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr Aufmerksamkeit schenken und dadurch auch eher mit negativen Emotionen konfrontiert sind“, vermutet Nina Wirtz. „Natürlich sollten Führungskräfte auch weiterhin auf die (negativen) Emotionen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingehen, da dies zu einem konstruktiven und gesunden Arbeitsklima beiträgt.
Dabei ist jedoch wichtig, dass sie sich der Möglichkeit eines Übertragungsprozesses bewusst sind und genug persönliche Ressourcen aufbauen, um diesem entgegenzuwirken. Negative Emotionen der Mitarbeiter sollten man beachten, sich aber davon abgrenzen."
https://idw-online.de/de/news653306
Dabei ist jedoch wichtig, dass sie sich der Möglichkeit eines Übertragungsprozesses bewusst sind und genug persönliche Ressourcen aufbauen, um diesem entgegenzuwirken. Negative Emotionen der Mitarbeiter sollten man beachten, sich aber davon abgrenzen."
https://idw-online.de/de/news653306
Woran das liegt, wollen die Forscher nun in weiteren Studien klären. Theoretische Ansätze gibt es aber schon: So könnte der Zusammenhang an einem Spiegel-Effekt liegen. Wenn wir in frohe, zufriedene Gesichter schauen, geht es uns besser. Außerdem, so die Vermutung, wirke die positive Stimmung im Team wie eine Art Anerkennung für die Führungskraft. „Die Chefs schreiben sich das Wohlbefinden der Mitarbeiter möglicherweise selbst zu“, sagt Nina Wirtz, Hauptautorin der Studie. „Sie denken: Ich leiste eine gute Arbeit. Das wirkt sich positiv aus.“
https://www.impulse.de/management/personalfuehrung/zufriedenheit-bei-fuehrungskraeften/2714077.html
Läuft es gut ist Ansteckung keine Gefahr. Läuft es schlecht sollte man sich nicht anstecken lassen.
Läuft es gut ist Ansteckung keine Gefahr. Läuft es schlecht sollte man sich nicht anstecken lassen.
"Empathie blendet uns"
ZEIT: Viele würden sagen: Wir brauchen jetzt vor allem Empathie! Vordenker wie Jeremy Rifkin fordern gar ganz allgemein eine "empathische Zivilisation". Sie halten das für falsch. Warum?
Bloom: Weil Empathie auch ihre Schattenseiten hat. Der empathische Reflex verführt leicht dazu, auf falsche Weise zu reagieren. Wir führen dazu gerade eine Studie durch. Die ersten Ergebnisse deuten darauf hin, dass Empathie rachsüchtiger macht. Wenn Menschen von Straftaten wie sexuellen Übergriffen hören, versetzen sich einige von ihnen besonders stark in das Opfer hinein. In unserem Experiment zeigt sich, dass diese besonders empathischen Probanden wollen, dass der Schuldige zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt wird – und dass er leidet. Solche Rachegefühle, die aus Empathie für die Opfer entstehen, können zu Vergeltungsschlägen verleiten, die niemandem helfen. Auf der anderen Seite der Skala ist gemeinsam geteilte Schwäche nur mehr Schwäche. Mehr von dem Zeug, was keiner haben will. Sie wird sich in der Folge ausbreiten wie eine Seuche"
http://www.zeit.de/2015/49/psychologie-empathie-terror-mitgefuehl-interview
Das Wichtigste ist, sich nicht einfach seinen Gefühlen zu überlassen, sondern innerlich einen Schritt zurückzutreten und sich zu fragen: Wie kann ich am besten helfen? Handeln Sie dann auf ruhige, überlegte Weise
Empathie ist ein Bauchgefühl, das einen wegschwemmt. Das andere Extrem ist die kalte, nüchterne Rationalität, die sich von Gefühlen überhaupt nicht beeindrucken lässt. Das Mitgefühl dagegen liegt irgendwo dazwischen, es spricht das Herz an, hört aber auch auf die Gründe der Vernunft. Das ist genau das, was wir heute kultivieren müssen.
"Doch am Ende ist mir klar geworden, dass bestimmte Formen der Empathie Erzählungen verstärken können, die toxisch oder destruktiv wirken; dass Empathie den Schmerz manchmal nur verstärkt, indem sie ihn zurückspiegelt"
"Die meisten Menschen wünschen sich einen Trainer, der zwar nachvollziehen kann, wie es ihnen geht, und der Verständnis zeigt. Aber sie wollen nicht, dass er dasselbe empfindet, dass er wie sie Ängste und Zweifel hegt.
"Das Wichtigste ist, sich nicht einfach seinen Gefühlen zu überlassen, sondern innerlich einen Schritt zurückzutreten und sich zu fragen: Wie kann ich am besten helfen? Handeln Sie dann auf ruhige, überlegte Weise.
Empathie ist ein Bauchgefühl, das einen wegschwemmt. Das andere Extrem ist die kalte, nüchterne Rationalität, die sich von Gefühlen überhaupt nicht beeindrucken lässt. Das Mitgefühl dagegen liegt irgendwo dazwischen, es spricht das Herz an, hört aber auch auf die Gründe der Vernunft. Das ist genau das, was wir heute kultivieren müssen."
"Die Ergebnisse lassen vermuten, dass Arbeitsengagement sich direkt vom Team auf die Führungskraft übertragen könnte. Emotionale Erschöpfung hingegen scheint sich nur bei besonders einfühlsamen Führungskräften negativ auszuwirken.
Die Wissenschaftler betonen, dass es wichtig sei, auf die (negativen) Emotionen der Mitarbeiter einzugehen, da dies zu einem konstruktiven und gesunden Arbeitsklima beitrage. Dabei sollten sich Führungskräfte jedoch der Möglichkeit eines Übertragungsprozesses bewusst sein und persönliche Ressourcen aufbauen, um eine Ansteckung zum Negat entgegenzuwirken."
http://www.report-psychologie.de/news/artikel/ansteckendes-arbeitsengagement-2016-06-09/
ZEIT: Viele würden sagen: Wir brauchen jetzt vor allem Empathie! Vordenker wie Jeremy Rifkin fordern gar ganz allgemein eine "empathische Zivilisation". Sie halten das für falsch. Warum?
Bloom: Weil Empathie auch ihre Schattenseiten hat. Der empathische Reflex verführt leicht dazu, auf falsche Weise zu reagieren. Wir führen dazu gerade eine Studie durch. Die ersten Ergebnisse deuten darauf hin, dass Empathie rachsüchtiger macht. Wenn Menschen von Straftaten wie sexuellen Übergriffen hören, versetzen sich einige von ihnen besonders stark in das Opfer hinein. In unserem Experiment zeigt sich, dass diese besonders empathischen Probanden wollen, dass der Schuldige zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt wird – und dass er leidet. Solche Rachegefühle, die aus Empathie für die Opfer entstehen, können zu Vergeltungsschlägen verleiten, die niemandem helfen. Auf der anderen Seite der Skala ist gemeinsam geteilte Schwäche nur mehr Schwäche. Mehr von dem Zeug, was keiner haben will. Sie wird sich in der Folge ausbreiten wie eine Seuche"
http://www.zeit.de/2015/49/psychologie-empathie-terror-mitgefuehl-interview
Das Wichtigste ist, sich nicht einfach seinen Gefühlen zu überlassen, sondern innerlich einen Schritt zurückzutreten und sich zu fragen: Wie kann ich am besten helfen? Handeln Sie dann auf ruhige, überlegte Weise
Empathie ist ein Bauchgefühl, das einen wegschwemmt. Das andere Extrem ist die kalte, nüchterne Rationalität, die sich von Gefühlen überhaupt nicht beeindrucken lässt. Das Mitgefühl dagegen liegt irgendwo dazwischen, es spricht das Herz an, hört aber auch auf die Gründe der Vernunft. Das ist genau das, was wir heute kultivieren müssen.
"Doch am Ende ist mir klar geworden, dass bestimmte Formen der Empathie Erzählungen verstärken können, die toxisch oder destruktiv wirken; dass Empathie den Schmerz manchmal nur verstärkt, indem sie ihn zurückspiegelt"
"Die meisten Menschen wünschen sich einen Trainer, der zwar nachvollziehen kann, wie es ihnen geht, und der Verständnis zeigt. Aber sie wollen nicht, dass er dasselbe empfindet, dass er wie sie Ängste und Zweifel hegt.
"Das Wichtigste ist, sich nicht einfach seinen Gefühlen zu überlassen, sondern innerlich einen Schritt zurückzutreten und sich zu fragen: Wie kann ich am besten helfen? Handeln Sie dann auf ruhige, überlegte Weise.
Empathie ist ein Bauchgefühl, das einen wegschwemmt. Das andere Extrem ist die kalte, nüchterne Rationalität, die sich von Gefühlen überhaupt nicht beeindrucken lässt. Das Mitgefühl dagegen liegt irgendwo dazwischen, es spricht das Herz an, hört aber auch auf die Gründe der Vernunft. Das ist genau das, was wir heute kultivieren müssen."
"Die Ergebnisse lassen vermuten, dass Arbeitsengagement sich direkt vom Team auf die Führungskraft übertragen könnte. Emotionale Erschöpfung hingegen scheint sich nur bei besonders einfühlsamen Führungskräften negativ auszuwirken.
Die Wissenschaftler betonen, dass es wichtig sei, auf die (negativen) Emotionen der Mitarbeiter einzugehen, da dies zu einem konstruktiven und gesunden Arbeitsklima beitrage. Dabei sollten sich Führungskräfte jedoch der Möglichkeit eines Übertragungsprozesses bewusst sein und persönliche Ressourcen aufbauen, um eine Ansteckung zum Negat entgegenzuwirken."
http://www.report-psychologie.de/news/artikel/ansteckendes-arbeitsengagement-2016-06-09/
When asked what I am working on, I often say I am writing a book about empathy. People tend to smile and nod, and then I add, “I’m against it.” This usually gets an uncomfortable laugh.
This reaction surprised me at first, but I’ve come to realize that taking a position against empathy is like announcing that you hate kittens—a statement so outlandish it can only be a joke. And so I’ve learned to clarify, to explain that I am not against morality, compassion, kindness, love, being a good neighbor, doing the right thing, and making the world a better place. My claim is actually the opposite: if you want to be good and do good, empathy is a poor guide.
http://www.bostonreview.net/forum/paul-bloom-against-empathy
"Paul Bloom, psychologist and Yale professor, argues that empathy is a bad thing—that it makes the world worse. While we've been taught that putting yourself in another's shoes cultivates compassion, it actually blinds you to the long-term consequences of your actions."
http://www.theatlantic.com/video/index/474588/why-empathy-is-a-bad-thing/
Bloom was born into a Jewish family in Montreal, Quebec.[1] As an undergraduate he attended McGill University, where he earned a Bachelor of Arts in psychology (with honors first class) in 1985. He attended graduate school at the Massachusetts Institute of Technology, where he earned a Ph.D in cognitive psychology in 1990, under the supervision of Susan Carey.
From 1990 to 1999, he taught psychology and cognitive science at the University of Arizona. Since 1999, he has been a professor of psychology and cognitive science at Yale University.
Since 2003, Bloom has served as co-editor in chief of the scientific journal Behavioral and Brain Sciences.
http://www.theatlantic.com/video/index/474588/why-empathy-is-a-bad-thing/
Bloom was born into a Jewish family in Montreal, Quebec.[1] As an undergraduate he attended McGill University, where he earned a Bachelor of Arts in psychology (with honors first class) in 1985. He attended graduate school at the Massachusetts Institute of Technology, where he earned a Ph.D in cognitive psychology in 1990, under the supervision of Susan Carey.
From 1990 to 1999, he taught psychology and cognitive science at the University of Arizona. Since 1999, he has been a professor of psychology and cognitive science at Yale University.
Since 2003, Bloom has served as co-editor in chief of the scientific journal Behavioral and Brain Sciences.
Why Paul Bloom Is Wrong About Empathy and Morality
"Some experts believe empathy leads to bad moral judgments and bad social policy.
We can certainly see all mankind as our family. The problem is that we don't. Volumes of psychological research show that we show more empathy towards those who are like us than those who are not. The answer is not to scrub out empathy. The answer is to expand our empathy to include those who are not like us. That is what drove so many white Americans to argue for the abolition of slavery, the end of Jim Crow laws, and the institution of civil rights.
We can certainly see all mankind as our family. The problem is that we don't. Volumes of psychological research show that we show more empathy towards those who are like us than those who are not. The answer is not to scrub out empathy. The answer is to expand our empathy to include those who are not like us. That is what drove so many white Americans to argue for the abolition of slavery, the end of Jim Crow laws, and the institution of civil rights.
The way that has worked best is to point out the similarities between ourselves and those who are suffering—to put ourselves in the other person’s shoes. Even though I do not look like you or act like you, nonetheless I am like you when it comes to the capacity for suffering, and so I deserve to be treated the same as you. It is precisely our ability to imagine the plight of the nameless and faceless that elicits our empathy and our desire to act. What diminishes one’s ability to empathize? Power over others: When people are primed to feel powerful, they display less empathy-related mirror neuron activity in their brains than when they are primed to feel powerless.
https://www.psychologytoday.com/blog/good-thinking/201310/why-paul-bloom-is-wrong-about-empathy-and-morality
https://www.psychologytoday.com/blog/good-thinking/201310/why-paul-bloom-is-wrong-about-empathy-and-morality
What made me most upset with Bloom, though, is his overarching assumption that somehow there is too much empathy in the world. Out of the fact that in some studies, suffering others’ pain has been shown to cause one a hard time, Bloom concludes a society we have gone mad with empathy-fever. But where is this huge, devastating surfeit of empathy? Bloom never hints at its location.
https://thenavelobservatory.com/2014/12/19/i-could-say-that-paul-bloom-is-a-callous-idiot-but-i-empathize-with-him/
https://thenavelobservatory.com/2014/12/19/i-could-say-that-paul-bloom-is-a-callous-idiot-but-i-empathize-with-him/

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