Der Bumerang, die Reaktanz und der Streisand-effect

The Streisand effect is the phenomenon whereby an attempt to hide, remove, or censor a piece of information has the unintended consequence of publicizing the information more widely, usually facilitated by the Internet.
It is named after American entertainer Barbra Streisand, whose attempt in 2003 to suppress photographs of her residence in Malibu, California, inadvertently generated further publicity. Similar attempts have been made, for example, in cease-and-desist letters, to suppress numbers, files and websites. Instead of being suppressed, the information receives extensive publicity and media extensions such as videos and spoof songs, often being widely mirrored across the Internet or distributed on file-sharing networks.
Mike Masnick of Techdirt coined the term after Streisand unsuccessfully sued photographer Kenneth Adelman and Pictopia.com for violation of privacy. The US$50 million lawsuit endeavored to remove an aerial photograph of Streisand's mansion from the publicly available collection of 12,000 California coastline photographs. Adelman photographed the beachfront property to document coastal erosion as part of the California Coastal Records Project, which was intended to influence government policymakers. Before Streisand filed her lawsuit, "Image 3850" had been downloaded from Adelman's website only six times; two of those downloads were by Streisand's attorneys. As a result of the case, public knowledge of the picture increased substantially; more than 420,000 people visited the site over the following month.

In social psychology, the boomerang effect refers to the unintended attitude change of a subject from a persuasion message. In other words, the individual changes his/her own attitudes in the opposite direction to the intention of the communicator in persuasive communication. It is sometimes also referred to "the theory of psychological reactance", stating that attempts to restrict a person's freedom often produce an anticonformity boomerang effect".
Unter psychologischer Reaktanz versteht man eine komplexe Abwehrreaktion, die als Widerstand gegen äußere oder innere Einschränkungen aufgefasst werden kann. Reaktanz wird in der Regel durch psychischen Druck (z. B. Nötigung, Drohungen, emotionale Argumentführung) oder die Einschränkung von Freiheitsspielräumen (z. B. Verbote, Zensur) ausgelöst. Als Reaktanz im eigentlichen Sinne bezeichnet man dabei nicht das ausgelöste Verhalten, sondern die zugrunde liegende Motivation oder Einstellung.

Reaktanz liegt typischerweise dem „Reiz des Verbotenen“ zu Grunde. Sie ähnelt dem Trotz, der jedoch auch aus anderen Gründen als der Beschneidung von Freiheit auftreten kann.



The Tar-Baby is a fictional character in the second of the Uncle Remus stories published in 1881; it is a doll made of tar and turpentine used to entrap Br'er Rabbit.

Ein weiteres Beispiel liefert Mark Twain:
Als der erste Freund bei Tom vorbeischlendert, bleibt der Spott natürlich nicht aus. Tom lässt sich nicht beeindrucken: Wer will denn schwimmen, wenn er die Chance bekommt, einen Zaun zu streichen! Mit allem nur möglichen Enthusiasmus vertieft sich Tom Sawyer in die Arbeit, trägt hier einen Pinselstrich auf, beäugt dort eine noch nicht perfekt gestrichene Stelle. Sein Freund Ben ist ungläubig, wird neugierig und fragt, ob er vielleicht nicht auch einmal ein wenig malern dürfe. Tom Sawyer sieht ihn skeptisch an und zweifelt, ob Ben die Arbeit gut genug machen kann, da seine Tante Polly sehr kritisch in solchen Dingen sei. Ben wird nervös und bietet Tom einen Apfel an. Tom windet sich ein wenig, schließlich willigt er ein. Am Ende des Tages hat er mehrere seiner Freunde davon überzeugt, dass sie nichts lieber wollen, als diesen Zaun zu streichen. Er hat seinem Freund eine Option der Freizeitgestaltung schmackhaft gemacht, die er eigentlich nicht freiwillig in Betracht gezogen hätte – wäre sie nicht so schwer zu erreichen gewesen. Erst dadurch, dass Tom auf seine kritische Tante verwies und damit unterschwellig andeutete, nur die Besten würden eine solche Aufgabe bewerkstelligen können, konnte er Ben überzeugen. Mehr noch, der Freund zahlte sogar dafür, die Arbeit zu erledigen. Den Zaun zu streichen, erschien nun als etwas ganz Besonderes – und die Tatsache, dass Tante Polly nicht jeden diese Arbeit machen ließ, machte die Möglichkeit nur noch attraktiver. Die Handlung des Zaunstreichens war plötzlich eine exklusive Option.

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