Kummer ums Facebook
Ein neuer Mensch? Eine kristalline Existenz, fast ein Paradebeispiel für eine „Ästhetik der Existenz auf FB“ in zehn Schritten:
1. Eine Miniwelt löst die andere ab.
2. Wir sind die Protagonisten einer großen schönen Flucht.
3. Schafft Distanz zum alten Selbst.
4. Alles, was Distanz schafft, ist gut.
5. Distanz ist unbedingt nötig, um Verwirrung zu stiften.
6. Verwirrung schafft Freiräume.
7. Nähe vortäuschen!
8. Dem direkten Zugriff auf eine Person, die sich auf Instinkt, Erfahrung und Wahrnehmung eigener psychischer Strukturen stützt, keine Chance lassen.
9. Alles in Anführungsstriche setzen.
10. Die Facebook-Aura hat doppelte Anführungsstriche.
Drama. Big Drama. Blau
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/moritz-trinkt-immer-noch
Kommentare