Affektkontrolle gilt auch und vor allem für den Trainer. Modelllernen

Zorniger ist auch an seiner (Un-)Art zu kommunizieren gescheitert. Am Schluss hatte er mit seiner oft überheblich wirkenden Art nicht nur das Gros der Stuttgarter Journalisten gegen sich, sondern auch die Mannschaft. Zorniger sah sich Spielern gegenüber, die sich unter einem anderen Trainer mehr Einsatzzeiten versprachen. Und solchen, die er selbst gegen sich aufgebracht hatte.
  • Da war zum Beispiel Timo Werner, der seinen Torjubel gegen Hoffenheim ausgelassen zelebrierte. Doch wo andere Trainer sich darüber im Stillen ärgern, zerriss Zorniger den jungen Angreifer mit Gesten und Kommentaren vor einem Millionenpublikum in der Luft.
  • Georg Niedermeier, einen in der Mannschaft hoch angesehenen Spieler, beschrieb er ohne Not als spielerisch limitiert.
  • Und er machte die Knieverletzung von Daniel Didavi ("deutliche Problematik im Kniegelenk") öffentlich. Welcher Spieler verzeiht es einem Trainer, wenn der den eigenen Marktwert in den Keller redet? Didavi nicht, er trottete am Samstag oft lustlos über den Platz.
Die Stuttgarter hatten unter Zorniger soviele Torschüße zu verzeichnen wie Bayern, aber sie trafen nicht. Die Spieler wurden vor dem Tor unsicher. Warum wohl?

http://www.spiegel.de/sport/fussball/alexander-zorniger-warum-der-trainer-in-stuttgart-scheiterte-a-1064367.html

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