Was macht die Restpopulation?
Kontextabhängige Identitäts-Bildung durch Anpassung an die situativen Erfordernisse, die wiederum bestimmt ist durch die die Restpopulation. "Beim Menschen freilich kommen beispielsweise laut dem Schweizer Verhaltensökonom Ernst Fehr dreierlei Erschwernisse hinzu, die ein soziales Entgleiten in die Gier befördern: Erstens, dass dieses Belohnungssystem direkt mit unseren mächtigen übergeordneten Entscheidungsinstanzen im Stirnhin eng verdrahtet ist, dass Geld offenkundig ein besonders mächtiges Suchtmittel ist, wie Experimente mit Bankern gezeigt haben, und dass drittens dieser Erfolgszwang von einem weiteren mächtigen Mechanismus der Gedächtnisbildung begünstigt wird, den die Neurologen als „Priming“ – Bahnung – bezeichnen. Gemeint ist damit ein Prozess, der sich noch weitgehend im neuronalen Dunkel unserer Hirnwindungen abspielt, dessen Alltagskonsequenzen sich aber eindrucksvoll belegen lassen. Es geht um die heimlich-dominante Rolle des Unterbewusstseins. Um Begriff...