Bewusstseins - Typen, Formen, Eigenschaften

Bewusstsein entsteht schlaglichtartig, situativ. Es kann kontextabhängig die unterschiedlichsten Formen annehmen. Wir sind viele. Ist aber normal. Wir sind im Regelfall die nichtkranke multiple Persönlichkeit. Das kann zu Widersprüchlichkeiten führen, auch wenn wir es gern kongruent hätten. Wunsch ist leider nicht Wahrheit.
Da fragt sich dann die Wissenschaft:
Wieviele Bewußtseinstypen/Perrsönlichkeitsmodelle gibt es?
Soviele wie es Wissenschaftler gibt!
Man hört förmlich die Schädelmessgeräte klappern.

Ein Beispiel aus der Praxis der Persönlichkeitstests:
Im Test: Der Keirsey Temperament Sorter®-II (KTS®-II)

The Keirsey Temperament Sorter®-II (KTS®-II) is the most widely used personality instrument in the world. It is a powerful 70 question personality instrument that helps individuals discover their personality type. The KTS-II is based on Keirsey Temperament Theory™, published in the best selling books, Please Understand Me® and Please Understand Me II, by Dr. David Keirsey.

Nachdem ich den online Fragebogen ausgefüllt hatte, erhielt ich folgende Antwort:


"Dear Paul Dauer,

Congratulations on successfully completing the Keirsey Temperament Sorter-II. Your results have been saved on your personal page so that you can view them at any time. Just go to: www.keirsey.com and login using the email address and password you created when you took the Sorter."


Was kam da raus?:


Custom Keirsey Temperament Report for: Paul Dauer

Your Keirsey Temperament Sorter Results indicates that your personality type is that of the

Guardians (SJ's) are the cornerstone of society, for they are the temperament given to serving and preserving our most important social institutions. Guardians have natural talent in managing goods and services--from supervision to maintenance and supply -- and they use all their skills to keep things running smoothly in their families, communities, schools, churches, hospitals, and businesses.
Guardians can have a lot of fun with their friends, but they are quite serious about their duties and responsibilities. Guardians take pride in being dependable and trustworthy; if there's a job to be done, they can be counted on to put their shoulder to the wheel. Guardians also believe in law and order, and sometimes worry that respect for authority, even a fundamental sense of right and wrong, is being lost. Perhaps this is why Guardians honor customs and traditions so strongly -- they are familiar patterns that help bring stability to our modern, fast-paced world.
Practical and down-to-earth, Guardians believe in following the rules and cooperating with others. They are not very comfortable winging it or blazing new trails; working steadily within the system is the Guardian way, for in the long run loyalty, discipline, and teamwork get the job done right. Guardians are meticulous about schedules and have a sharp eye for proper procedures. They are cautious about change, even though they know that change can be healthy for an institution. Better to go slowly, they say, and look before you leap.
Guardians make up as much as 40 to 45 percent of the population, and a good thing, because they usually end up doing all the indispensable but thankless jobs everyone else takes for granted.
On the job, you seem to innately understand how to create smooth, working processes in your environment. You can excel at directing others to fulfill their duties. In your ideal workplace, you and your colleagues would know what is expected of you and be predictably rewarded for meeting these expectations.






So ein 'guardian' aber auch. Wenn's nach Keirsey geht, bin ich eine Kreuzung aus Mutter Teresa und George Washington. 





Und das gratis!
Feuchte Augen bekommen.
O.K. Alles andere kostet Geld:



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Das einzige was man da improved ist das Bank-Konto von Keirsey™ inc.

...Ach ja, welche Verwendung hat nun die kapitalistische Persönlichkeitsverwertungsmaschinerie für eine 
Kreuzung aus Mutter Teresa und George Washington?

Ganz gespannt den Keirsey-Job-Fit-Generator angeworfen -
und der spuckt als impressive-job-fit aus:
...Sekretärin. 
Danke für gar nix.

Soweit der Selbstversuch mit dem habsschonwiedervergessen Persönlichkeitsgenerator.

Persönlichkeitsmodelle gibt es wie Sand am Meer. Hier...

...eine Auswahl:


Traditionelle BezeichnungenTiereAndere Gleichsetzungen
PhlegmatikerOchseWasser, Winter, Nacht, Babyalter, Greisenalter
SanguinikerLöweLuft, Frühling, Morgen, Kindheit
CholerikerKatzeFeuer, Sommer, Mittag, Adoleszenz
MelancholikerHirschErde, Herbst, Abend, Erwachsenenalter













Da gibt es das Enneagramm:

9 Typen, eingeteilt nach dem wichtigsten Ziel der Person:
1: Rechthaben
2: Helfen
3: Erfolg
4: Anderssein
5: Wissen
6: Sicherheit
7: Freude
8: Macht
9: Ruhe


Des weiteren:


Die Maslow-Pyramide der Bedürfnisse


Die 16 Lebensmotive














Der Myers-Briggs-Typindikator (kurz MBTI, von englisch Myers-Briggs type indicator – nach Katharine Briggs und Isabel Myers) ist ein weder valides noch reliables, also pseudowissenschaftliches Werkzeug zur Einschätzung der Persönlichkeit. Es stellt eine Form der Persönlichkeitstypologie dar.

A diagram depicting the cognitive functions of each type. A type's background color represents its dominant function and its text color represents its auxiliary function.

mbti partnerwahl




Wie für alle selbsteinschätzenden Verfahren gilt auch für den MBTI der Barnum-Effekt. Der Proband erkennt sich in Beschreibungen wieder, obwohl diese eher allgemein gehalten sind und in Wirklichkeit auf die meisten Menschen zutreffen.
Ob Menschen wirklich 16 klar zu unterscheidenden Typen zuzuordnen sind ist höchst umstritten, denn das Konzept der 16 Typen konnte nicht wissenschaftlich bewiesen werden. Im Gegenteil sprechen zahlreiche Studien gegen die Existenz von Typen, bzw. gegen dichotome, in entweder/oder unterteilte Persönlichkeitsmerkmale. Stattdessen bewegen sich Charaktereigenschaften auf einer kontinuierlichen Skala, auf der die Endpunkte (z.B. Introversion und Extraversion) lediglich ein Extrem darstellen und der Großteil der Menschen sich ungefähr in der Mitte zwischen diesen beiden Punkten befindet, siehe Big Five (Psychologie)


Es gibt das Typsystem "Big Five":
• N (for Need for Stability, Negative Emotionality, Neuroticism)
• The number and strength of stimuli required to elicit negative emotions in
a person
• E (for Extraversion or Surgency)
• The level of sensory stimulation with which one is comfortable
• O (for Openness, Culture, Originality, or Intellect)
• The number of interests to which one is attracted and corresponding lack
of depth to which those interests are pursued
• A (for Agreeableness or Accommodation)
• The number of sources from which one takes one's norms for right
behavior
• C (for Conscientiousness, Consolidation, or Will to Achieve)
• How well-focused one is on certain goal










Der Barnum-Effekt, auch Forer-Effekt oder Täuschung durch persönliche Validierung (engl. personal validation fallacy) genannt, stammt aus der Psychologie und bezeichnet die Neigung von Menschen, vage und allgemeingültige Aussagen über die eigene Person als zutreffende Beschreibung zu akzeptieren.
Der Begriff wurde von Paul Meehl eingeführt und ist nach dem Zirkusgründer Phineas Taylor Barnum benannt. Dieser unterhielt ein riesiges Kuriositätenkabinett (American Museum), das jedem Geschmack etwas bieten konnte („a little something for everybody“).
Barnum-Aussagen sind beispielsweise in Zeitungshoroskopen zu finden – die Testreihen des US-amerikanischen Psychologen Bertram R. Forer beziehen sich auf solche Zeitungshoroskope. Sie finden auch Verwendung beim Cold Reading und beim Wahrsagen.
In seinem klassischen Experiment gab Forer 1948 vor, einen Persönlichkeitstest mit seinen Studenten zu absolvieren. Im Anschluss händigte er ihnen vorgeblich die Auswertungen aus und forderte sie auf, den Wahrheitsgehalt mit Werten von 0 (= trifft gar nicht zu) bis 5 (= trifft sehr gut zu) zu bewerten. Das Ergebnis war, dass der durchschnittliche Student der Auswertung 4,26 Punkte gab.
Tatsächlich hatten jedoch alle Studenten den exakt gleichen Text zu bewerten, und diesen hatte Forer aus einem am Kiosk erhältlichen Horoskop zusammengestellt. Seither wurde der Test – mit dem gleichen Text – unzählige Male wiederholt. Der Durchschnittswert pendelte dabei immer um den Wert 4.

„Sie brauchen die Zuneigung und Bewunderung anderer, dabei neigen Sie zu Selbstkritik. Zwar hat Ihre Persönlichkeit einige Schwächen, doch können Sie diese im allgemeinen ausgleichen. Sie haben beträchtliche Fähigkeiten, die brachliegen, statt dass Sie sie zu Ihrem Vorteil nutzen. Äußerlich diszipliniert und kontrolliert, fühlen Sie sich innerlich ängstlich und unsicher. Mitunter zweifeln Sie ernstlich an der Richtigkeit Ihres Tuns und Ihrer Entscheidungen. Sie bevorzugen ein gewisses Maß an Abwechslung und Veränderung, und Sie sind unzufrieden, wenn Sie von Verboten und Beschränkungen eingeengt werden. Sie sind stolz auf Ihr unabhängiges Denken und nehmen anderer Leute Aussagen nicht unbewiesen hin. Doch erachten Sie es als unklug, sich anderen zu freimütig zu öffnen. Manchmal verhalten Sie sich extrovertiert, leutselig und aufgeschlossen, manchmal auch introvertiert, skeptisch und zurückhaltend. Ihre Wünsche scheinen mitunter eher unrealistisch.“
Verdammt, das stimmt ja!

Niemand braucht bis an ihr Lebensende festgelegte Menschen. Persönlichkeitsmodelle reduzieren komplexe, kontextabhängige, sich ständig verändernde, fluide Identitäten auf einen holzschnittartigen Gebrauchswert eines Persönlichkeitsmodells.

Menschen in Typen einzuteilen macht nur Sinn, wenn man sie als Zielgruppe braucht. Wenn Menschen in feste Schemata einordenbar sein sollen und damit behandelbar werden. Wenn man einen Profit Interesse an ihnen hat. Sie für ein Ziel missbrauchen will. Entwickelbare, veränderbare Identitäten störend da nur. Man will ja, dass sie gleich bleiben.
Für uns, die Menschen entwickeln wollen, die nicht wollen dass sie gleich bleiben und eine ewiggleiche Identität haben, sondern wachsen, reicht die Zuordnung von Verhalten. Man nennt das auch agency.
"In economics, psychology, social cyberneticssociology and philosophy, agency is the capacity of an actor (a person or other entity, human or any living being in general, or soul-consciousness in religion) to act in any given environment. The capacity to act does not at first imply a specific moral dimension to the ability to make the choice to act, and moral agency is therefore a distinct concept. In sociology, an agent is an individual engaging with the social structureNotably, though, the primacy of social structure vs. individual capacity with regard to persons' actions is debated within sociology. This debate concerns, at least partly, the level of reflexivity an agent may possess. Agency may either be classified as unconsciousinvoluntary behavior, or purposeful, goal directed activity (intentional action). An agent typically has some sort of immediate awareness of their physical activity and the goals that the activity is aimed at realizingIn ‘goal directed action’ an agent implements a kind of direct control or guidance over their own behavior."
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Agency_(philosophy)

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